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Versicherungen

Luftfahrthaftpflichtversicherung

Jeder Halter eines Paragleiters/Hängegleiters muss in Österreich  und Deutschland eine gesetzlich vorgeschriebene Luftfahrthaftpflichtversicherung abschließen. Diese Versicherung  deckt Schäden von nicht im Luftfahrzeug beförderten Personen und/oder Sachschäden von Dritten, die durch den Betrieb des Luftfahrzeugs verursacht worden sind.

Tritt der Schaden durch schuldhaftes oder auch nicht schuldhaftes Verhalten (Gefährdungshaftung) des Piloten ein, ist die Haftung des Halters nach LFG auf einen Betrag von 500.000 SZR* (Österreich) bzw. nach LuftVG auf einen Betrag von ca.750.000 SZR* (Deutschland) beschränkt. Bei Verschulden (Fahrlässigkeit oder Absicht) des Piloten (Verschuldenshaftung) kann unter Umständen eine höhere Ersatzleistung entstehen. Die Deckungsumme der Halter-Haftpflichtversicherung sollte daher jedenfalls etwa1,5 Mill. Euro sein.

Fliegst du während deiner Ausbildung ein Leihgerät der Flugschule oder später etwa ein Testgerät , wird diese als Halter eine Luftfahrthaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Bei eigenem Gerät musst jedenfalls du eine solche Versicherung abschließen.

Schäden am Fluggerät und an der Ausrüstung, verursacht durch den Piloten, sind nur durch spezielle Kasko-Versicherungen gedeckt und in der Regel vom Piloten selbst zu tragen.


Passagierhaftpflichtversicherung

Jeder Halter eines Doppelsitzer-Paragleiters bzw. -Hängegleiters muss in Österreich und auch in Deutschland immer eine gesetzlich vorgeschriebene Passagierhaftpflichtversicherung abschließen. Diese Versicherung deckt im Falle eines Verschuldens Sach- und Personenschäden des Passagiers bis zur abgeschlossenen Deckungssumme.

In Österreich haftet der Beförderer für den gesamten Schaden nur dann, wenn dieser auf sein Verschulden oder das Verschulden seiner Leute zurückzuführen ist (Beweisumkehr). Die gesetzliche Mindestdeckungssumme für private Flüge ist 100 000 SZR* für gewerbliche Flüge 250 000 SZR*  .

In Deutschland haftet der Luftfrachtführer (Pilot) auch bei nicht Verschulden bis zu einer Höhe von 100 000 SZR*. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckungssumme ist mit 250. 000 SZR* normiert. 

Wichtig ist  bei Tandemflügen auch, dass dem Passagier – am besten nachweislich  – vor dem Flug zur Kenntnis gebracht wird, dass es bei Tandemflügen auch zu Unfällen kommen kann.(OGH- Entscheidung) 

*SZR:

Das Sonderziehungsrecht (SZR) ist eine künstliche Währungseinheit, die vom Internationalen Währungsfonds eingeführt wurde. Die gesetzlichen Haftungssummen sind in SZR ausgedrückt. Umrechnung zum € ca. 1,2

Bergekostenversicherung:

Unter Bergung versteht man die Such- und Rettungsmaßnahmen für eine Person, die tatsächlich verunglückt ist. Oft übernehmen die Krankenkassen diese Kosten nicht oder nur anteilmäßig. Da diese Kosten oft sehr hoch sind, ist es wichtig. dass du eine Bergekostenversicherung hast. Bei einigen Luftfahrthaftpflichtversicherungen oder bei der DHV Mitgliedschaft ist ein Bergekostenversicherung in einer Höhe von ungefähr 2000€  bis 2600€ (z.B.: AXA) inkludiert.

Es gibt auch die Möglichkeit als Förderer der Bergrettung eine Bergekostenvorsorge zu treffen: hier